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Einführung 1
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Die Verknüpfungspunkte von Literatur und Computer sind vielfältig. Literaturrecherche und Textverbreitung sind über das Internet einfach, schnell und günstig zu bewerkstelligen und zunehmend mehr literarische Texte sind bereits online abrufbar. Das Internet wird zum immer beliebteren Publikationsort: hier finden sich in zahlreichen Textsammlungen hauptsächlich Lyrik und Kurzprosa von vorwiegend unbekannten Autoren, die das Internet unabhängig von einer Lektoratsauswahl und verlegerischem Risiko zur Verbreitung ihrer Arbeiten nutzen.
Der Beginn der Computertechnologie ist von Versuchen begleitet, die technischen Möglichkeiten des neuen Mediums auch literaturästhetisch zu nutzen. Anfangs nur von einer kleinen Avantgarde genutzt, führte die Verbreitung des Personal Computers vor knapp zwanzig Jahren dazu, dass eine digitale Ästhetik und Literatur immer mehr Interesse auf sich zog. Anknüpfend an die frühen Experimente der Moderne wurden Hoffnungen auf eine radikal neue Ästhetik, und die Aufhebung einer Trennung von Kunst, Literatur und Leben in einem weltumspannenden Text, dem Dokuverse, geknüpft.
Dabei wurden neue Fragen aufgeworfen, Fragen nach der Definition von Computerliteratur, ihrer ästhetischen Innovation, ihrer Qualität und inwieweit digitalisierte Schreibtechniken die literarische Produktion und Rezeption verändert. In Deutschland war es die an experimenteller Literatur interessierte Stuttgarter Gruppe um Max Bense, die sich bereits Ende der fünfziger Jahren dem Produzieren und einer Theorie zufallsabhängiger Texte und Computergrafik zugewandt hatten. 1959 veröffentlichte Theo Lutz einen Aufsatz über mit Hilfe der Großrechenanlage ZUSE Z 22 geschriebene "Stochastische Texte".
Dabei wurden mit syntaktischen Regeln und einem eingegeben Wortvorrat literarische Texte generiert, die Bense als "künstliche Poesie" umschrieb. Andere, wie Gerhard Stickel, verfassten mit Hilfe einer IBM-Rechenmaschine "Autopoeme". So wurde eine ZUSE Z 23 1967 von Manfred Krause und Götz F. Schaudt zu Erstellung von "Computerlyrik" benutzt, einer "Poesie aus dem Elektronenrechner".
"Diese Experimente mit computergenerierter Grafik, konkreter Musik und der Verbindung von Sprache und Elektronik", schreibt Reinhard Döhl, sind "parallel zu sehen sind mit dem in Stuttgart damals virulenten Interesse an einer konkreten bzw. visuellen Poesie, an Permutationen, Würfeltexten oder dem Cut-up-Verfahren."
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