Liter@tur. Computer/Literatur/Internet
 
 
  Startseite   Sitemap   Impressum

Vortragsprogramm
  Ort: PrinzMaxPalais, Karlstr.10, 2. OG, 76133 Karlsruhe

   
16. April 2000, 11 Uhr - Eintritt frei
Reinhard Döhl (Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, Stuttgart)
vom computertext zur netzkunst.
vom bleisatz zum hypertext
Vortragstext
Reinhard Döhl wird ausgehend von seinen schriftstellerischen Erfahrungen die Veränderungen beleuchten, die sich durch die neuen Computermedien für den Autor ergeben: "Auch der Netzautor holt sich Kompetenzen zurück, bündelt sie als Programmierer, Operateur, Dirigent, der seinen Text verwaltet, und unterscheidet sich schon dadurch vom traditionellen Printautor, der lediglich ein abgeschlossenes Manuskript abzuliefern hatte, vom Film- oder Hörspielautor, der - wenn er nicht nur die Vorlage lieferte - ein Drehbuch abzuliefern hatte."

18. April 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Heiko Idensen (Literaturwissenschaftler, Hildesheim)
Hypertext, Hyperfiction, Hyperwissenschaft?
Von der Hyperfiction zu kollaborativen Online-Projekten
Vortragstext
Vortragstext (Text-only)
Heiko Idensen untersucht als Literaturwissenschaftler die neuen Diskurstechniken und Kommunikationsformen, die die neuen elektronischen Vernetzungsmöglichkeiten hervorbringen. "Das Aufkommen neuer Medien wird von pompösen Tumulten und vielfältigen Totengesängen auf die 'alten' Medien begleitet. Aber unterhalb der leeren perfekt designten Oberflächen des neuzeitlichen Informationsdesigns [...] blitzen die überwunden geglaubten Schriftzeichen verschämt wieder auf. Leser und Schreiber sind jetzt gleichermaßen mit denselben Maschinen und Tools angeschlossen, schreiben und lesen gleichzeitig an einer über die ganze Welt verteilten und zerstückelten Textur."

20. April 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Erich Maas (Verleger, Berlin)
Independent-Verlage im Netz. Distribution und neue Produktionsverfahren
Vortragstext
Erich Maas, Inhaber des auf Gegenwartsliteratur spezialisierten Maas-Verlages, hat als einer der ersten Verleger in Deutschland sein Programm mit dem Internet und elektronische Publikationsmöglichkeiten verbunden. Erich Maas wird die Perspektiven der elektronischen Medien für Kleinverlage untersuchen und seine Internetprojekte Maasmedia.net und Txt.de vorstellen.

22. April 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Felix Pfefferkorn (Literaturwissenschaftler, Karlsruhe)
Hypertext und die Freiheit des Lesers
Vortragstext
Die Frage, inwieweit der computergestützte Hypertext eine Veränderung und Erweiterung der literarischen Assoziationsformen darstellt, ist eines der meist diskutiertesten Themen in den Diskussion um Computerliteratur. Felix Pfefferkorn vergleicht klassische intertextuelle Verfahren mit Computerhypertext auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin: "Beim Lesen von in Netzen miteinander verbundenen Texten oder Textfragmenten stößt man auf Weggabelungen, Verästelungen und Kreuzungen und man ist gefordert, sich im Rahmen der vom Autor angelegten Strukturen einen eigenen Leseweg zu bahnen. Die Möglichkeiten, die Einzelteile eines solchen Text-Netzes miteinander zu verbinden sind aber begrenzt und begrenzen neben dem Autor auch den Leser."

27. April 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Florian Cramer (Literaturwissenschaftler, Berlin)
Warum gibt es sowenig interessante Netzliteratur? Von den Grenzen und Potentialen elektronischer Texte jenseits von 'Cyber' und 'Hyper'
Vortragstext
Die Mehrheit der bekannten Hypertext- und Internetliteratur nutze nur das Medium des Computers als Distributionsform, so lautet die These des Literaturwissenschaftlers Florian Cramer, und ist daher nur eine neue mediale Präsentation traditioneller literarischer Schreib- und Rezeptionsformen. Cramer setzt dagegen die Potentiale des Computers zur Erstellung von Zufalls- und Kombinationsliteratur als originärer Computerliteratur.

02. Mai 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Dr. Rupert Vogel (Rechtsanwalt, Karlsruhe)
Urheberrecht und digitale Medien - der Autor rechtlos im Cyberspace?
Anders als die klassischen Druckverfahren ermöglichen die digitalen Speichermedien die Herstellung einer beliebigen Anzahl von exakten Kopien. Die Versuche, einen Industrie-Standard zur Verhinderung unkontrollierter Text- und Informationsweitergabe zu etablieren, gelten bislang als gescheitert. Damit verändert sich die Situation des Urheberrechts und der Verwertung künstlerischer Arbeit.

06. Mai 2000, 20 Uhr - Eintritt 8/6 dm
Günter Berg (Suhrkamp Verlag, Frankfurt)
Verschwindet das Buch im Netz?


  > Kurztour | Digitale Literatur | Literatur im Netz | Literaturtheorie | Literaturkritik
> Autoren | Initiativen | Verlage | Zeitschriften | Ressourcen
> Vorträge | Referenten | Gästebuch | Rezensionen | Links | Glossar | Impressum | Sitemap | Startseite

  > Zuletzt geändert am 11.12.2000 | info@netlit.de