Die unterstehenden elektronischen Zeitschriften, auch E-Zines oder E-Journals genannt, stellen lediglich eine kleine Auswahl dar. Kriterien waren ein eindeutiges redaktionelles Konzept, Qualität der Artikel sowie Aktualität.
|
|
Glossen
|
Das auf den Servern des us-amerikanischen Dickinson College gespeicherte E-Journal versammelt als Autoren eine illustre Schar von Literatur- und Kulturwissenschaftlern vorwiegend aus Deutschland und den USA. Jede Ausgabe der dreimal jährlich erscheinenden "Glossen" hat einen Schwerpunkt, vorwiegend bekanntere Gegenwartsautoren, die biografisch vorgestellt werden. Dazu gibt es Interviews und theoretische Beiträge, regelmäßige Veröffentlichungen von Lyrik, teilweise sogar Autorenlesungen als Audio- oder Videoformat zum herunterladen. Alle bisherigen Ausgaben sind archiviert.
|
|
Missing Link
|
Das "Web-Zine" von Claudia Klinger widmet sich dem Internet als kommunikatives Medium zwischen den Benutzern: hier findet man das "Digidiary", ein Webtagebuch der Autorin und "Webgespräche", aufgezeichnete Email-Kommunikation. Neben Netzliteratur von Claudia Klinger finden sich Beiträge zur Netzkultur, meist aus persönlicher Sicht des Benutzers geschrieben. Die visuelle Gestaltung ist etwas überladen, die Struktur des Web-Zines unübersichtlich. Lohnenswert sind die versammelten Beiträge und Links zu dem Medientheoretiker Villem Flusser.
|
perspektive
hefte für zeitgenössische Literatur
|
Formal wie inhaltlich orientiert sich "Perspektive" an der Ästhetik einer experimentellen Literatur. Die aktuelle Ausgabe, leider nur in einem umständlichen Grafikformat vorliegend, widmet sich theoretischen Auseinandersetzungen um den Begriff und der Bedeutung literarischer Avantgarden. Überraschungen bieten dagegen die vollständig herunterladbaren älteren Ausgaben, deren Texte auch in puncto Gestaltung dem experimentellen Selbstverständnis in gelungener Weise entsprechen.
|
|
Der Salbader
|
"Belehrung und Erbauung" verspricht die Zeitschrift, die neben der Printausgabe auch vollständig online abrufbar ist. Im Inhalt überwiegt die Satire: ironisch gehaltene Alltagsbeobachtungen, Glossen und Kommentare, die häufig auf den Entstehungort - Berlin, Prenzlauer Berg - Bezug nehmen. Die Artikel sind in bildschirmfreundlicher Kürze, alle bislang erschienen Ausgaben sind als Download konserviert.
|
Telepolis
Magazin für Netzkultur
|
Zwar keine Literaturzeitung im eigentlichen Sinne, ist das vom Computer-Verlag "Heise" herausgegebene Magazin "Telepolis" aber die einzige Online-Zeitung, die mit einer professionellen Redaktion aktuell über ein breites Spektrum zu den Themen Internet und Netzkultur berichtet. Unter der Redaktionsleitung des Medientheoretikers Florian Rötzer stehen dabei politische, gesellschaftliche und kulturelle Implikationen der Kommunikationstechnologien im Vordergrund.
|
Wandler
Zeitschrift für Literatur
|
Die Literaturzeitung aus dem Südwesten besteht nun seit mehr als zehn Jahren. Seit einigen Ausgaben existiert eine digitalisierte Version des Wandlers, und die Beiträge - vorwiegend Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa regionaler Autoren- können nun im Internet gelesen werden. Die Internet-Version des Wandlers ist Teil des Carpe-Projektes und bietet aber leider nur eine dürftige und unübersichtliche Gestaltung.
|
Wortlaut.de
Göttinger Zeitschrift für neue Literatur
|
Die im Göttingener Hainholz-Verlag erscheinende Zeitschrift hat sich auf Rezensionen aktueller Gegenwartsliteratur und der Veröffentlichung von Lyrik und Kurzprosa spezialisiert. Die Beiträge sind durchgehend von hohem Niveau. Im Netz ist jeweils die aktuelle Ausgabe in schlichtem und übersichtlichen Design abrufbar.
|
|
Eine umfangreiche Liste literarischer Zeitungen im Netz findet sich bei Lubic
|