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Internet-Verlagsprojekte
Alt-X
Der amerikanische Autor Mark Amerika betreibt Alt-X als einen virtuellen Verlag, der sich seit seiner Gründung 1993 als Gegenpol zum etablierten Verlagsbetrieb versteht. In der Reihe "Virtual Imprints" präsentiert Mark Amerika vergriffene Arbeiten einer "interventionistischen Literatur" und Autoren des "Avant-Pop", der sich Amerika auch selbst zuordnet. Alt-X fördert "Digital Studies" und die Zusammenarbeit von Hypertext-Autoren in "Hyper. The writerly web". Mark Amerika ist neben dem Verfassen einiger Printromane auch Autor des Hypertext-Epos Grammatron. Hier findet sich auch sein fragmentarisch gehaltenes Theorielabyrinth "The Hypertextual Consciousness".

Eastgate
Eastgate, in Massachusetts, USA, beheimatet, ist einer der wenigen kommerziell etablierten Verlage im Bereich der Hypertextliteratur. Das Programm das Verlages wird kurzerhand mit "serious hypertext" umrissen. Die Gründer von Eastgate, Michael Joyce, Jay Bolter und John B. Smith haben bereits 1987 mit dem Programm "Storyspace" ein avanciertes Autorenwerkzeug für die Erstellung von Hypertexten entwickelt. Vor allem in den USA war "Storyspace" die Grundlage für die Entstehung einer breiten, auch kommerziell vertriebenen Hypertextliteratur und -theorie. "Storyspace" erleichtert die Erstellung und Verwaltung von Hypertextelementen und bietet zahlreiche Funktionen, die bei dem im Internet gebräuchlichen HTML nicht zur Verfügung stehen. Aufgrund des hohen Preises, derzeit über 500,- DM, hat es im deutschsprachigen Raum bisher kaum Verbreitung gefunden. "Eastgate" verlegt und verkauft auch Hypertext-Literatur auf Disketten und CDs sowie Bücher über Hypertext. Auf der Homepage finden sich ausserdem zahlreiche Theoriebeiträge zum Thema.

txt.de
"Txt", 1997 von Erich Maas (Maas-Verlag) und Ulf Schleth (Betreiber der Internetplattform www.thing.de) gegründet, ist ein Zusammenschluss von Independent- und Kleinverlagen im Internet, an dem sich mittlerweilemehr als 60 Verlage beteiligen. Anlass für die Gründung war die Notwendigkeit kleinerer Verlage, angesichts von Monopolisierungstendenzen und konzerneigenen Versandbuchhandlungen nach neuen Distributionswegen im Internet zu suchen. Mit "Txt.de" entstand eine eigene Marketingstrategie, die eine anvisierte Zielgruppe direkter zu erreichen versucht. Die übersichtliche Gestaltung von Txt bietet einen Buchversand und einen qualititativ jedoch unterschiedliche Internetauftritt der angeschlossenen Verlage, darunter angesehene Kleinverlage wie "Merve" (Berlin), "Aisthesis" (Bielefeld) und "Philo-Verlag" (Berlin).

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