"Permutationen" versammelt Nachprogrammierungen kombinatorischer Dichtungen von 330 n.Chr. bis heute. Permutative Gedichte und Textautomaten von u.a. Optatianus Porfyrius, Jean Meschinot, Scaliger, Juan Caramuel y Lobkowitz, Georg Philipp Harsdörffer, Quirinus Kuhlmann, Tristan Tzara und Brion Gysin sind auf dieser Website les- und spielbar. Der Textautomat "Here Comes Everybody" rekombiniert den Text von James Joyces "Finnegans Wake" zu neuen Erzählungen und neuen Schachtelwörtern. Der Programmierer Florian Cramer hat eine mehrsprachige Fassung erstellt, die nicht nur diese literarischen Experimente vorstellt, sondern auch noch die Algorithmen für eine Hypertextversion umsetzt, die es dem Leser erlauben, das jeweilige Prinzip mit eingegebenem Material umzusetzen. Die Struktur jeder Arbeit wird auf einer Hilfeseite erläutert. So findet sich Tristan Tzaras berühmtes "Dadaistisches Gedicht" in einer Version, die die Erstellung eines dadaistischen Gedichts mit eigenem Textmaterial oder angebbaren Fundstellen aus dem WWW ermöglicht. "Permutationen" ist eine spielbare Archäologie algorithmischer Dichtung, in die wesentliche Elemente einer ihrem Medium adäquaten Poetik der Computer- und Netzdichtung vereint. "Permutationen" gewann 1998 einen Sonderpreis des Pegasus-Literaturwettbewerbes.
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