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Michael Joyce: Twelve Blue
Knapp zehn Jahre nach dem rein textbasierten Werk Afternoon, A story erschien "Twelve Blue", die einzige Arbeit von Joyce, die über das Internet verbreitet wurde. Die formalen Möglichkeiten des WWW bindet Joyce in seine Arbeit ein. Mithilfe von Frames werden narrative Linien visualisiert, denen eine formale Strukture (12 Linien, 12 Monate, 12 Geschichten) zugrunde liegt. In einer dichten Prosasprache schildert Joyce die Gedanken und Erinnerungen der weiblichen Erzählfigur, deren versunken-melancholische Empfindungen mit Landschaftseindrücken vermischt werden. So entsteht ein ebenso dichte wie fragmentarische Introspektion, dessen erzählerische Grundelemente assoziativ jedoch nur lose miteinander verkoppelt sind.

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