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Guido Grigat: 23:40
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Minutengenau speichert das kollaborative Schreibprojekt 23:40 Textbeiträge, oder "Erinnerungen", wie Guido Grigat schreibt, von Lesern, die von nun an eine bestimmte Uhrzeit gebunden sind. Gelesen werden können die Texte dann später nur in gleichen Minute eines Tages. Zu den 1440 freien Minuten eines Tages existieren derzeit ca. 300 Erinnerungen: die meiste Zeit geht der Betrachter also leer aus. Die Seite von 23:40 wird jede Minute neu geladen und so entsteht eine assoziative, über Minuten jedoch unterbrochene Textkette. 23:40 besitzt einen eindeutigen Bauplan, dessen Inhalte für den Betrachter nur zeitgebunden freigegeben werden. So entsteht ein Textspeicher, der mit der Zeitlichkeit seiner Äußerungen korrespondiert - im Gegensatz zu den Theorien einer universalen Verfügbarkeit und Vernetzung im Internet.
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