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Oliver Gassner: noise 99
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"Dies ist die Literatur der Maschine. Das Wort spaltet das Gehirn." - "noise 99" zeigt ein in vier Segmente aufgeteiltes Quadrat, von denen drei als Textrahmen fungieren. Hier werden unabhängig voneinander Textfragmente für einige Sekunden nacheinander angezeigt. Jeder Rahmen präsentiert eine eigene Textsorte: im ersten Rahmen Eindrücke eines literarischen Ichs, im zweiten Zitate aus realen oder fiktiven E-mails von Oliver Gassner über die Arbeit "noise 99" sowie im dritten Fragmente zum Thema Netzliteratur. Gassner fordert darin eine nicht-mimetische Literatur; Netzliteratur soll als Simulation funktionieren, die eine Nacherfahrung von Realität ermöglicht. Die Überschneidung der Kommunikationsebenen mit dem wechselnden Bezug der einzelnen Textfragmente erzeugt ständig neue Sinnkonstellationen, die auf ein hypnotisches "Rauschen" der Textbedeutungen zielen. "noise 99" ist eine der ersten Computerliteratur-Arbeiten, die Programmelemente zur asynchronen Präsentation von Textstücken verwenden.
Oliver Gassner ist Herausgeber der Literaturzeitschrift "Der Wandler", Betreiber des Netzliteraturprojektes www.carpe.com und schreibt seit 1997 Hypertextarbeiten. Diese finden sich auf seiner Homepage.
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